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Ausblick auf die Rennsaison 2012

Dreijährige mit Klassischen Hoffnungen

Die wichtigsten Rennen für ein Rennpferd sind die grossen klassischen Zuchtprüfungen der Dreijährigen. Guineas, Derby und St Leger bilden die sogenante Tripple Crown, eine Serie, die in Deutschland nur von KÖNIGSSTUHL, in England zuletzt von NIJINSKY gewonnen werden konnte. Der Winter bietet immer Zeit für Spekulationen und Träume, gerade, wenn aus diesem Jahrgang schon Nachkommen erfolgreich am Start waren.

Zwei Hengste und eine Stute haben bis dato Nennungen für die Klassiker erhalten. Für manche der Rennen sind die Nennungsschlüsse noch nicht gewesen.

Die Guineas über 1600m sind die ersten Klassischen Rennen und für ein Pferd aus der Zucht von Graf und Gräfin Stauffenberg sind die Irish 2000 Guineas am 26. Mai auf dem Curragh das grosse Ziel. Für dieses Rennen wurde LYCIDAS (Zamindar-La Felicita) eingschrieben. Der von dem jungen Toby Coles in Newmarket trainierte Hengst brauchte letztes Jahr etwas Zeit, konnte aber bei seinem 2. Start in sehr guter Manier die Maidenschaft ablegen. Sein Trainer berichtet voller Optimismus, dass LYCIDAS sich toll weiter entwickelt hat. Er wird ihn auch für die Deutschen 2000 Guineas, das Mehl Mülhens-Rennen einschreiben. Welchen Weg der hoffnungsvolle Hengst gehen wird, hängt von seiner weiteren Entwicklung im zeitigen Frühjahr ab, aber zumindest ist der Trainer besten Mutes, dass LYCIDAS seinen beiden erfolgreichsten Geschwistern LUCIDOR und LADY MARIAN nacheifern kann. LUCIDOR war auf der Meile auf Gr.3 Ebene erfolgreich und seine Schwester LADY MARIAN unterlag in einem Klassiker, dem Preis der Diana - Deutsches Stutenderby - nur äusserst unglücklich.

Bei einem Spezialisten für die grossen Klassiker Europas ist FRONTIER (Galileo-FOUR ROSES) in Training. Aidan O´Brien trainiert diesen Hengst in der Kaderschmiede Ballydoyle und hat ihn für das Epsom Derby in England genannt. Auch FRONTIER war 2j. erfolgreich- in diesem Fall in Irland - und soll sich laut seinem Trainer sehr gut weiterentwickelt haben. Im Moment ist alles noch etwas früh, aber Aidan O´Brien ist der Meinung, dass der Hengst in jedem Fall Grupperennen gewinnen sollte, aber zu dem Zeitpunkt könne er noch nicht sagen welcher Art. Der mit reichlich Phlegma ausgestattete FRONTIER hat im Training schon sein Stehvermögen unter Beweis gestellt, war 2j. im Criterium de Saint Cloud, Gr.1 über 2000m vorgesehen, kam aber wegen der extremen Bodenverhältnisse nicht an den Start. Es wäre toll, wenn er seine Schwester FOUR SINS auf den Epsom Downs übertreffen würde. Diese scheiterte an ihrem mangelndem Stehvermögen und wurde in den Epsom Oaks gute 4.

Ebenfalls eine Nennung für einen Klassiker, in diesem Fall den Preis der Diana - German Oaks, besitzt die noch ungelaufene DIE LÖWIN (Lomitas-Die Nacht). Zur Zeit wird die Stute, die noch nicht gelaufen ist, von ihrem Besitzer für den Rennstall vorbereitet.