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11/10/12 entweder alles oder nichts ist das Ergebnis der Tattersalls October Sale

die Schere geht immer weiter auseinander

Falkensee.jpgNur noch wenige "gönnen sich den Luxus eines Klassisch gezogenen Pferde" - so könnte man die Ergebnisse der führenden Jährlingsauktionen in England und Irland überschreiben. Die führenden Ownerbreeder, sowie einige wenige sehr wohlhabende Rennstallbesitzer trotzen dem allgemeinen Trend der meisten Besitzer zum absolut frühreifen spritzigen Pferd in Grossbritannien und Irland. Das Preisgeldgefüge ist dort mittlerweile so schlecht, dass sich die normalen Besitzer einen Hengst, der von seinem Pedigree und/bzw Aussehen eher spätreif sein könnte, und auch noch auf Steherdistanzen zuhause sein könnte, nicht mehr leisten wollen. Denn die Gefahr ist, dass man unter Umständen erst nach der Investition von Trainingskosten, usw für 2 Jahre weiss, ob das Pferd von besserem Format ist oder nicht. Dies bedeutet, dass der klassisch gezogene Hengst, der es nicht auf die Liste der Topbesitzer schafft - dann aber wirklich mit einem Mehrfachbonus verkauft wird -  keinen wirklichen Abnehmer mehr hat und es wirklich schwer ist, auch nur annähernd kostendeckend zu verkaufen. 
Genau in diese Kategorie fiel FALKENSEE (Dalakhani-FLAMES TO DUST). Der von Graf und Gräfin Stauffenberg gezogene Hengst hat mit DALAKHANI einen Hengst zum Vater, der nicht dafür bekannt ist, viele zweijährige Sieger zu produzieren, sondern viele seiner Nachkommen brauchen Zeit zur Entwicklung. FALKENSEE half da auch weder sein Aussehen und schon weit entwickelter Körperbau, noch die Mutter von OASIS DREAM wenig, denn generell ist die Familie auch eher spätreif und auf weiteren Distanzen zuhause. So erklärt sich wohl auch der - für die Züchter schon sehr enttäuschende - Preis für den Hengst, den Mrs Thompson mit der Beratung ihrer jungen in Newmarket ansässigen Trainerin Ilka Gansera-Leveque anlegte.
GonewiththeWind101012kl.jpgEin zweiter Hengst aus der Zucht von Graf und Gräfin Stauffenberg, der bei den Tattersalls October Sales Part I angeboten wurde, traf genau den Trend der Käufer. GONE WITH THE WIND (Dutch Art-GALLIVANT) ist frühreif und spritzig gezogen und sieht aus wie ein Pferd, auf das der Besitzer nicht lange warten muss. Der als Fohlen an einen Pinhooker verkaufte Hengst, brachte diesem einen schönen Profit. Er wurde von Hugo Merry für Paul Roy gekauft und geht zu Jeremy Noseda in Training.